Sonstiges

Soll die Verfügungsgewalt über Atomwaffen an das Vereinigte Europa abgegeben werden?

Ein Gastbeitrag von Jörg Gebauer:


Der neue Außenminister Heiko Maas hat eine schwierige Frage zu lösen… Wir haben eine Denksport-Aufgabe für die SPD

 

Wenn es zu einem einheitlichen europäischen Staat kommen soll, hat dann Deutschland auch ein Mitsprache-Recht bezüglich der französischen Atomwaffen? Muß Frankreich die alleinige Verfügungsgewalt über seine Atomwaffen an eine europäische Regierung abgeben?

Hat der größte Außenminister aller Zeiten („Graumaz“) bereits bei seinem Freund Macron angefragt, ob dieser – im Falle eines einheitlichen europäischen Staates – entweder jene Waffen lieber verschrotten oder gerne den Deutschen ein Mitsprache-Recht über deren Einsatz einräumen möchte?

Soll für das zukünftige europäische „Bundesland Frankreich“ in einem einheitlichen europäischen Staat eine Ausnahme mit der Atom-Bewaffnung gemacht werden, so als wenn Baden-Württemberg jetzt eine eigene U-Boot-Flotte hätte? Würde die SPD den Plan eines einheitlichen europäischen Staates nur dann verfolgen, wenn Frankreich entweder die Waffen verschrottet oder den Deutschen einen „Zweitschlüssel“ dafür gibt?

Was wird aus dem SPD-Plan eines europäischen Einheits-Staates, wenn Frankreich seine Atomwaffen gerne behalten möchte?

Wird, falls Frankreich den Deutschen einen „Atom-Zweitschlüssel“ geben würde, dann der „Zwei plus Vier“-Vertrag seitens Deutschlands gekündigt oder würde der größte Außenminister aller Zeiten mal eher abwarten, ob Rußland, England und die USA uns ihrerseits den „Zwei plus Vier“-Vertrag konsequenterweise kündigen werden?

Das dumme Geschwafel über einen europäischen Einheits-Staat lenkt von etlichen wirklich elementaren Fragen ab. Auf eins der wichtigsten Themen in diesem Zusammenhang hat weder die Union noch die SPD eine Antwort. Viel schlimmer: Beide wollen noch nicht einmal die jetzt notwendigen Fragen an Macron stellen. Lieber wird den Deutschen weiter Sand in die Augen gestreut…

 


 

Zum Autor: Jörg Gebauer ist ausgebildeter Staatswissenschaftler (Magister in Politik, Jura und Soziologie). Daneben hat er Kriminologie, Volkswirtschaftslehre sowie Staatsphilosophie studiert. Von 1979 bis 2014 war er Mitglied der SPD. Unter anderem gehörte er dem Juso-Bundesausschuss fünf Jahre lang an und war von Februar 1990 zuerst Mitglied der „Einsatzgruppe Deutsche Einheit“ und im direkten Anschluss daran Mitarbeiter des Deutschen Bundestages bis Juni 1992. Dort unter anderem tätig für den ehemaligen Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski („Ben Wisch“). Zuvor war er drei Jahre Angestellter der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seit 1992 ist Jörg Gebauer als Berater in der freien Wirtschaft tätig. Er arbeitet für mehrere große deutsche Firmen als Change-Agent, als Führungskräfte-Trainer sowie als Personal- und Kommunikationsberater.

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