Sonstiges

Staatlich angeordneter Kindesentzug in der DDR: Jedes Kind hat das Recht, seine Eltern zu kennen

Zwangsadoptierte Kinder aus der DDR verdienen Aufklärung

 

Am 5. April 2018 hat der Verein „Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR n.e.V.“ eine Petition an den Deutschen Bundestag übergeben. Johannes Huber hat diese stellvertretend für die AfD-Fraktion als Sprecher für Petitionen entgegengenommen. Die etwa 1.500 Mitglieder der Interessengemeinschaft fordern die Aufklärung des staatlichen Kindesentzugs und der Schicksale zwangsadoptierter Kinder in der DDR.

Konkret fordern sie die Verlängerung von Aufbewahrungsfristen von Akten in Geburtskliniken, die Einrichtung einer zentralen Clearingstelle und eine gesetzliche Auskunftspflicht für alle Adoptivstellen. Zudem sollen unrechtmäßig erfolgte Adoptionen aufgehoben werden und adoptierte Kinder sollen ab dem 16. Lebensjahr automatisch erfahren, dass sie adoptiert wurden.

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, alles über seine Herkunft zu erfahren„.

Als zwangsadoptiert werden jene Kinder betrachtet, die ihren Eltern wegen politischer Delikte wie ‚Republikflucht‘, ‚Staatshetze‘ oder ‚Staatsverleumdung‘ weggenommen wurden. Diese Adoptionen fanden statt, ohne dass in der Vergangenheit ein gegen das Wohl des Kindes gerichtetes Versagen der Eltern nachweisbar war.

Unter anderem wurde Margot Honecker, Ehefrau des DDR-Generalsekretärs Erich Honecker und langjährige Volksbildungsministerin der DDR, für zahlreiche Zwangsadoptionen von Kleinkindern verantwortlich gemacht.

Huber sieht die Forderungen der Petition grundsätzlich als gerechtfertigt an:

Jedes Kind hat das Recht, seine Eltern zu kennen. Daher ist es nur recht, dass adoptierte Kinder auf deren Wunsch hin von den Adoptivstellen zwingend über ihre Herkunft informiert werden.

Des Weiteren sollen mit der Petition die Aufbewahrungszeiten der Akten in den Geburtskliniken verlängert werden.

Huber sieht ebenfalls Handlungsbedarf, betroffene Eltern zu unterstützen:

Bei über 300 Fällen ist die Sachlage eindeutig, dass in der DDR wegen politischer Delikte wie ‚Republikflucht‘, ‚Staatshetze‘ oder ‚Staatsverleumdung‘ Eltern ihre Kinder weggenommen und diese an politisch linientreue Adoptiveltern vergeben wurden. Für diese Fälle wäre eine unabhängige Clearingstelle hilfreich, um den betroffenen leiblichen Eltern die Suche nach ihren leiblichen Kindern nicht weiter zu erschweren. Schließlich zeigen diese Fälle, dass mit den Untaten des SED-Regimes, deren Nachfolgepartei Die Linke im Bundestag sitzt, endlich aufgeräumt werden muss.

 

Quelle: Johannes Huber

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