Sonstiges

55 % Belastung: Ein „Vater Staat“ muss fürsorglich sein und keine Krake, gefräßiges Raubtier


„Vater Staat“? Wirklich nicht, ein Vater ist fürsorglich und freigiebig, er sorgt sich um das Wohl seiner Kinder. Unser Staat ist demgegenüber eine Krake, ein gefräßiges Raubtier. Nur diese Bezeichnung wird einer Belastung von 55 % gerecht, die der Bürger durchschnittlich tragen muss.

Heute ist Steuerzahlergedenktag. Ein Trauertag, denn erst ab heute arbeiten wir für uns.

„Was der Fleiß gewinnt, die Steuer wieder nimmt.“

 

Dieser Satz im Vorwort eines der bedeutendsten Einkommensteuer-Kommentare bringt es auf den Punkt.

Der Spitzensteuersatz greift seit vielen Jahren bereits bei
Einkommen, die viele Facharbeiter teilweise leicht erreichen. Bereits beim 1,3-fachen des Durchschnittsverdienstes ist man in Deutschland Spitzenverdiener.
Natürlich nur steuerlich. Gerade in Großstädten wie München oder Hamburg dürften sich diese Steuer-Spitzenverdiener alles andere als „reich“ fühlen. Ovid sagte einst: „Dat census honores“. Ehrenvoll ist es, Steuern zu zahlen. Dies nimmt sich aus heutiger Sicht geradezu zynisch aus.

In den 50er Jahren setzte der Spitzensteuersatz beim 20-fachen des Durchschnittseinkommens (6.000 DM) ein, also bei 120.000 DM. Damals stimmten die Verhältnisse noch: Wer steuerlich reich war, war es auch wirtschaftlich.

So verwundert es auch nicht, dass H.W. Sinn unser Steuersystem als sozialistischer als jenes in China bezeichnete. In der Süddeutschen Zeitung v. 18. Juli 2018 wird der Steuerzahlergedenktag gleichwohl als „dumm“ bezeichnet und mit Trumps Duktus gleichgestellt. Dazu nur der Hinweis, dass der Steuerzahlergedenktag eine lange Tradition hat und bereits existierte, lange bevor irgendjemand Trump kannte. Auch im angelsächsischen Bereich existiert er übrigens (Tax Freedom Day).

Außerdem bleibt es nicht bei den deutschen Steuern. Wer sich im Ausland wirtschaftlich betätigt, und sei es auch nur über Aktien, so lässt ein deutscher Steuerzahler dort ebenfalls –ausländische- Steuern, die noch gar nicht eingerechnet wurden.

Frankreich, Großbritannien und die USA fachen den Steuerwettbewerb neu an und führen Steuerreformen durch. Der Tax Cut Act mit gigantischen Steuererleichterungen für US- Unternehmen sei nur erwähnt.

In Deutschland wird indes weniger über die steuerliche Attraktivität des Standorts und Steuerstrukturen als vielmehr über die Verschärfung von Maßnahmen gegen steuerliche Gestaltungen, weiterreichende Reportingpflichten und vereinzelte Steuervergünstigungen debattiert. Parallel ist die steuerliche Belastung in den vergangenen Jahren insbesondere aufgrund der Erhöhung der gewerbe- und grundsteuerlichen Hebesätze und z.B. der Ausweitung der substanzbesteuernden Elemente in der Ertragsbesteuerung – entgegen dem internationalen Trend – kontinuierlich angestiegen.

Diese Situation ist brandgefährlich. Denn es sind sage und schreibe nur noch gut 12 Millionen Bürger, die die Staatsleistungen dieser Republik finanzieren. Als Folge ziehen immer mehr Leistungsträger ins Ausland, was auch erklärt, dass die sog. Wegzugsbesteuerung immer mehr an Bedeutung gewinnt und in den Fokus des deutschen Fiskus gerät.

– Die AfD fordert eine Steuerbremse auf unter 40%.
– Kein Spitzensteuersatz für Normalverdiener.
– Für eine Steuerpolitik zugunsten des Mittelstands

 

Quelle: Katrin Ebner-Steiner

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